Bilder zum letzten Eintrag

Donnerstag, 20.06.2013

Fuuuuußball!

Ein Teil der Rwanda-Fanclubs! Vor dem Spiel

Nursery

Hochkonzentriert Anmalen - und Besuch Guck mal!

Die noch unfrittierten Bällchen - später waren sie dann gold-braun-knusprig

Und das waren noch nicht alle

Wie die Zeit vergeht

Donnerstag, 20.06.2013

Und schon wieder sind die Wochen verstrichen ohne dass ich hier berichtet habe, dies will ich schnell mal nachholen, viel Neues ist nicht passiert, aber trotzdem gibt es ein bisschen was zu erzählen. Hier mal so bunt durcheinander:

Einerseits kam ich durch einen Zufall nochmal zu einer kurzen Tansania-Reise. Eine Freundin und Mitfreiwillige einer anderen Organisation musste aus verschiedenen Gründen umziehen – aus einem kleinen Ort in Tansania nach Kigali in Rwanda. Da so ein Umzug sich nicht von alleine macht und wir eh noch gemeinsam einen anderen Freund in Karagwe (Tansania) besuchen wollten, und mein Visum von der großen Reise noch gültig war, passte es, dass ich mitkam. Ein verlängertes Wochenende ließ sich leicht organisieren und reisen macht Spaß.  Also wars abgemacht! Es waren schöne Tage in einem wunderschönen Land mit lieben Menschen. Es macht doch immer wieder Spaß andere Freiwillige zu besuchen. Die einen hatten eine warme Dusche und super Aussicht, die anderen die wir besuchten machten mit uns Kürbissuppe und  Lagerfeuer sowie Stockbrot. Auch der Umzug lief soweit ganz gut, auch wenn es etwas anstrengend war mit 2 Rucksäcken und einem Riesenkoffer durch Tansania und Rwanda zu reisen.

Danach galt es die liegengebliebene Arbeit zu erledigen und mit dem Unterricht fortzufahren. Unsere kleinen Projekte in der Nursery laufen immer besser, grad machen wir Abdrücke von Tuschhänden, und bald können wir sicher alle Namen  unserer kleinen Monster. Auch die in einem riesigen Karton gefundenen Stifte und Malbücher lockern die recht ereignislose Anfangsphase (siehe älterer Eintrag) deutlich auf. Und wer spitzt nicht gerne eine halbe Stunde am Stück Stifte an, bei einem doch recht hohen Geräuschpegel, so geht der Tag doch gleich schön los.

Was war noch?

Es fand eine weitere Genocide-Memorial Veranstaltung statt (schließlich laufen die 100 Tage Trauerzeit noch), diesmal bei uns in Shyogwe,  mit den immerhin  5 Schulen die wir hier haben sowie dem Leiter des Gesundheitszentrums.

Wir haben es zu einem Fußballspiel des rwandischen Nationalteams geschafft (Rwanda-Algerien)! Leider hat Rwanda verloren, aber trotzdem hatten wir bei knallendem Sonnenschein und in netter Gesellschaft eine gute Zeit und viel Spaß im AMAHORO Stadion in Kigali.

Es war auch mal wieder Zeit unseren lieben Freund Gilbert und seine absolut tolle Familie zu besuchen, das gehört so zu den Dingen die wir immer mal wieder auf „sollten wir bald mal wieder machen“ verschieben. Nebenbei, es ist die Familie bei der wir auch Weihnachten gefeiert haben und auf einer Hochzeit waren, es ist immer wieder schön dort! Dieses Mal wollten wir gemeinsam Croquettes machen, das sind nicht etwa Kartoffelkroketten wie wir zunächst fälschlich vermutet hatten, sondern um kleine frittierte Bällchen aus einem Teig aus geriebenen Maniokwurzeln, Zwiebeln, Paprika, Pilipili und Salz. Erstmal mussten die Zutaten  mühsam von Hand gerieben werden (mit einer Reibe die ein mit Nägeln durchlöchertes Stück Metall war), dann geknetet, gerollt und schließlich frittiert. Mit Hilfe der gesammelten Großfamilie und Nachbarskindern, als da beispielsweise der 72jährige Opa Balthasar und bis zum 3 Monate alten Baby Vanessa wären, wurden die vielen vielen Bällchen in Windeseile verdrückt. Unnötig zu sagen, dass wir trotz Unmengen von Fettbällchen nicht um ein ‚anständiges‘ Abendessen mit Reis, Kochbananen, Bohnen, Yams, Pommes… umherkamen. Als wir es später nach Hause geschafft hatten fielen wir auch einfach nur noch ins wohlverdiente Fresskoma! Mit dabei waren noch unsere liebe Mitfreiwillige Laura und ihre Mutter.

Markt und so

Samstag, 25.05.2013

Mona und ich haben es endlich geschafft auf dem Markt hier bei uns im Nachbardorf – Kinini – Photos zu machen. Dieser Markt findet 1x die Woche, immer am Freitag, statt und mensch bekommt da echt eine ganze Menge. Einmal die üblichen Lebensmittel die so auf Feld und Bäumen wachsen, aber auch Haushaltsgegenstände wie Seile, Körbe, Pfeifen, Schlösser und vieles anderes. Außerdem Seife und andere Körperpflegeprodukte sowie Klamotten und Schuhe. Im Gegensatz zu den meisten großen Märkten sind die Stände hier auf dem Boden auf Planen und alten Säcken ausgebreitet und es gibt kein Dach. Was bedeutet, dass Waren und Menschen weder vor der knallenden Sonne noch vor Regen geschützt sind. Zwischen den Ständen laufen und krabbeln Kinder verschiedenen Alters rum und diejenigen die schon laufen können zeigen uns auch gerne wo wir dieses oder jenes finden. Wie auf den Märkten üblich ist der Preis stets Verhandlungssache – aber das haben wir inzwischen ganz gut drauf und die meisten kennen uns auch zumindest vom Sehen und versuchen nicht uns Touristen Preise abzunehmen – meistens zumindest.

Ich finde es sehr schwierig die Marktatmosphäre in den Bildern zu erkennen, aber vielleicht reicht es um einen kleinen Eindruck zu gewinnen.

Kinini, von der Marktseite Schuhe! Ich :) Markt

Wochenende und so

Samstag, 25.05.2013

Nachdem ich seit meiner Rückkehr aus Tansania einige Wochen und Wochenenden im schönen Shyogwe verbracht hatte und brav die Kirche besuchte  wurde es mal wieder Zeit für einen Tapetenwechsel. Die Gelegenheit war günstig, in Kigali fand am Wochenende der Kigali-City-Peace-marathon against Malaria statt (oder so ähnlich). Da einige Freunde von mit laufen wollten und sich auch schon seit Wochen darauf vorbereiteten und sich anlässlich dieses Events einige befreundete Freiwillige aus Tansania angekündigt hatten ging es zusammen mit Mona (Maria war schon vorgefahren) auf nach Kigali. Es war sehr sehr schön die Leute wiederzusehen und wir haben Neuigkeiten ausgetauscht, sind spazieren gegangen, haben entdeckt dass es im Kigali-City Tower ein Kino gibt, haben in einen Geburtstag reingefeiert (mit Kuchen aus Maniok Mehl – mit genug Zucker schmeckt das sogar),die Nacht durchgetanzt und vom Dach eines Club sowas wie einen Sonnenaufgang beobachtet, waren an der Marathon Strecke und schwimmen. Achja, und beim Äthiopier haben wir gegessen. Am Montag kamen dann spontan noch 3 Leute mit zu uns, wir spielten die halbe Nacht ‚6 nimmt‘ und morgens um 6 reisten sie leider auch schon wieder ab. Nach 2 Stunden Schlaf in der Nacht  von Montag und Dienstag und den Nachwirkungen der durchtanzten Nacht am Wochenende war ich dann Dienstag in der Nursery zwar etwas groggy, aber das wars wert J So sehr ich mein Dorf und unsere Freunde und Bekannten hier auch mag, Aktionen wie dieses Wochenende müssen auch mal sein. 

Kuuuuchen aus Maniokmehl

Nursery und so

Samstag, 25.05.2013

In meinem letzten Eintrag über die Arbeit schrieb‘ ich, dass ich in der örtlichen Nursery (Vorschule) der Diözese assistiere. Das klingt so schön ‚weltwärts‘ konform, aber was genau meint das? Im Prinzip reicht mein Betätigungsfeld von Nase putzen, die Erlaubnis zum Klo zu gehen erteilen, Pullis aus- und anziehen helfen, Zahlen und Buchstabenversuche bewundern und korrigieren, Hefte austeilen und einsammeln, meine Haare durchwuscheln lassen, Trinkflaschen auf- und zuschrauben, englische Aussprache bei ‚Domestic animals‘, ‚fruits‘, und ‚wild animals‘ vorzusprechen, Kinder zum Stillsein auffordern, Zählversuche unterstützen (auf Englisch und Kinyarwanda), Bruder Jakob in 4 Sprachen singen, Kindern die andere mit Stöckern schlagen wollen diese abnehmen, Bäume beschützen, die Abschlussrunde mit Singen und Beten zu gestalten  bis zu Tränen trocknen. Also eigentlich Alles das was in einem Kindergarten so anfällt.

Nun haben Mona und ich auch angefangen eigene kleine Projekte (also erst mal eines) durchzuführen. Wir haben mit 8 Kindern aus der  ‚1. Klasse‘  Hüte aus Zeitungspapier gebastelt. Planmäßig machen wir das nun jeden Tag mit 8 ‚neuen‘ Kindern, sodass die am Ende alle einen wundervollen Zeitungshut haben.  Bei den 50-60 Kindern wird das wohl  2 Wochen dauern, danach gibt’s dann ein neues Mini-Projekt. So sind die ziemlich großen Klassen entlastet  und wir haben die Möglichkeit individuell auf die Kinder einzugehen. Beispielsweise haben wir/sie die Hüte auch noch angemalt und dabei die englischen und kinyarwanda Begriffe für die Farben wiederholt. Mir hat das sehr viel Spaß gemacht (ich glaube den Kindern auch) und so freue ich mich auf die nächsten Wochen mit unseren Mini-Projekten.

Bilder aus der Nursery

Montag, 13.05.2013

Über meine Arbeit in der Nursery hatte ich Anfang März schon berichtet, viel geändert hat sich dort nicht, nun kommen auch mal Bilder von der Bande. Inzwischen haben sich die Arbeitszeiten für mich auf 3 Vormittage die Woche, gemeinsam mit Mona eingependelt. An diesen Vormittagen habe ich erst mittags oder nachmittags Unterricht in der Secondary School.

Die Rasselbande Rabauken Weißt Bescheid Die Farben Zählen - inzwischen auf Kinyarwanda und Englisch Trinkpause

Ihr seht:

  • Den nicht ganz vollen Klassenraum der jüngeren Kinder
  • Einige der Rabauken, wenn die aufdrehen dann ist Action angesagt
  • So geht Gutes Benehmen (als ob die Kinder lesen könnten :D )
  • Die Farben
  • Zählen: One, two, three. Coole selbstgemachte Zählhilfen, oder?
  • Trinkpause. Wahlweise mit Tee, Porridge oder warmem Tee

Photos aus Tansania

Freitag, 10.05.2013

Die sind nun wieder hergestellt :)

Sonnenaufgang in Dar nach durchfeierter Nacht

Sonnenaufgang in Dar nach durchfeierter Nacht

 

BukobaBukoba

Schön, oder?

Sonnenaufgang...

Unsere Schlafstätte in Bagamoyo

Bagamoyo

Kleine Luxus in Dar

Eiskaffee

Der erste Tag am Strand - die Gesellschaft ließ nicht kange auf sich warten!

Strand mit Massai :)

Gedenken und so

Montag, 06.05.2013

Kaum war ich einen halben Tag aus Tansania wieder da ging es, wie schon länger geplant, zu einer Genocide-Mermorial Veranstaltung im Rahmen der 100tägigen Trauerzeit, in Innocents Heimat-District, etwa 2 Stunden von Shyogwe entfernt. Dazu eine kurze Erklärung: Während der Memorial-Week (07.-13. April) zum Gedenken der Opfer des Genozids von 1994 fanden Trauer-, Erinnerungs- und Diskussionsveranstaltungen in den Dorfgemeinschaften statt. In den folgenden 100 Tagen, der Trauerzeit, gibt es nun in den Districts Gedenkveranstaltungen zu denen dann auch diejenigen anreisen die inzwischen woanders wohnen (wie z.B. Innocent und sein Onkel mit denen wir fuhren). Dadurch hatte das Ganze auch irgendwie den Charakter eines Klassentreffens. Schon vor dem obligatorischen Gottesdienst, in diesem Fall katholisch, wurden uns unzählige Menschen vorgestellt mit den Worten „war mein Nachbar“, „wir waren zusammen in der Grundschule/Secondaryschool“ oder „sie ist die Schwester meines besten Freundes“. Einmal im Jahr treffen sich hier also die Überlebenden des Genozides aus dieser Gegend, sodass die durchaus präsente Trauer auch ab und an mit Wiedersehensfreude durchgesetzt war, besonders bei der jüngeren Generation. Nach dem Gottesdienst gab es eine große Zeremonie mit Nationalflagge, Plastikstühlen und ewigen reden von wichtigen Leuten. Da nach meinem Eindruck Rwander nicht dazu neigen Trauer und Wut in der Öffentlichkeit auszuleben war es eine ruhige und ernste Veranstaltung, auch wenn das nicht alle rumkrakelenden und lachenden Kinder begriffen hatten, die für die nachwachsende Generation stehen die von den schrecklichen Ereignissen 'nur' indirekt betroffen sind.

Danach wurden am örtlichen Memorial noch Kränze der Familien niedergelegt und das Sehen und Gesehen werden ging weiter. Später bei Spießen mit gegrilltem Ziegenfleisch und Kartoffeln drehten sich die Gespräche weniger um die Ereignisse von 1994 sondern darum ob die Banken in Rwanda Diebe/unfair sind (weil sie angeblich zu hohe Zinsen nehmen, was der anwesende Bankmitarbeiter rigoros bestritt) und wie sich Alkohol auf die Fahrtüchtigkeit auswirkt. Da ich von der Reise noch etwas müde war nahm ich eher passiv teil, und versuchte mir meine Vorfreude auf mein Bett nicht allzu sehr anmerken zu lassen.

Insgesamt war es eine interessante Veranstaltung und wir waren sehr froh Innocent den Wunsch mitzukommen erfüllen konnten. Er war froh und stolz uns die Orte seiner Kindheit zeigen zu können. Und ich finde es gut welch selbstverständlichen Platz das Gedenken in der Gesellschaft gefunden hat, so war es überhaupt kein Problem für diese Veranstaltung von der Arbeit in der Schule befreit zu sein usw.

 

 

 

Plitschplatsch

Freitag, 03.05.2013

Es war ein ganz normaler Tag, weil mein Unterricht um 08:00 beginnen sollte klingelte mein Wecker um 07:00. Gemeinsam mit Monas Eltern wollten wir noch frühstücken, da auch sie früh loswollten um rechtzeitig zum Unterricht in Cyakabili zu sein. Schon beim Aufwachen hörte ich den Regen aufs Dach plätschern. Auch beim Frühstück regnete es noch immer. Es ist bei solchem Wetter unmöglich ins Tal und nach Gitarama zu kommen, so war schon mal entschieden, dass Mona frei hatte. Meine Schule liegt ja nur einige Meter von unserem Haus entfernt, und ist ein Internat, also dachte ich es könnte nicht verkehrt sein dorthin zu gehen, es könnte ja wer da sein. Deshalb machte ich mich ausgerüstet mit Regenjacke und festen Schuhen auf den Weg, ich kam an kleinen Flüssen und Wasserfällen vorbei  die durch die Wassermaßen entstanden waren. In meinem Klassenraum fand ich ungefähr 6 Schülerinnen und Schüler und im Lehrerzimmer einen Lehrer! Durch das Wellblech war es auch definitiv zu laut um zu unterrichten. Soviel also dazu. Aber guten Willen hatte ich gezeigt. Ich blieb noch etwas im Lehrerzimmer um Unterricht vorzubereiten und mich mit Faustin zu unterhalten. Mir kam es unvorstellbar vor, dass wir in Deutschland ganze Tage und Wochen lang ein solches Wetter haben und da unserem Alltag nachgehen und sogar Pfadfinderlager und Ausflüge veranstalten. Später ging ich wieder nachhause wo Kuschelpulli und Wollsocken warteten. Aber auch mal wieder eine  Überschwemmung im hinteren Bereich unseres Hauses wo das Wasser unter der Tür hineinfließt. Diese wurde mit unseren ‚Wasserschiebern‘ flugs bekämpft und gegen 11:00 hörte der Regen auch auf, sodass ich nachmittags unterrichten gehen konnte. Mit der auf den Regen folgenden Sonne (selbst in der Regenzeit ist es nie den ganzen Tag regnerisch und grau) trocknete der Boden wieder und es sah aus als hätte es diesen Regen nicht gegeben.

->  Die Moral von der Geschicht: Wenn es mal wieder regnen sollte ist das ein echter Grund nicht zur Schule zu gehen, merkt euch das! Hitzefrei, Schneefrei, Regenfrei :)

Tansania und so

Montag, 29.04.2013

Ich hoffe ihr verzeiht mir noch einen Urlaubsbericht

Knapp 3 Wochen Tansaniareise liegen hinter mir, ich will versuchen Euch einen kurzen Eindruck von meiner Reise durch dieses wunderschöne Land zu vermitteln.

Die Flagge Die Karte

Für die Menschen die die Reise gerne per Karte nachvollziehen möchten: Wir (Megs, eine Tansania Freiwillige mit der ich zusammen reiste) fuhren per Bus über Kigali, Rusomu (oder so, Grenzort), Benaco (wo wir eine Nacht verbrachten und eine Kneipe mit DVD-Spieler fanden und Dr. House guckten) nach Biharamulo. Die beiden Freiwilligen dort zeigten mir die Stadt und ihre Arbeitsstelle. Fleißig wurden Stoffe und andere schöne Dinge gekauft. Bei ihrer Einsatzstelle in einer Baumschule haben wir die 'Pots' für die Samen vorbereitet. Irgendwann stellten wir fest, dass wir soviel Geld ausgegeben hatten, dass das Geld für Essen echt knapp wurde, in Biha gibt es nämlich leider keinen Bankautomaten, deshalb kamen wir erst in Bukoba an Nachschub. Das war schon irgendwie lustig. Es gab einfach zu viel Schönes zu kaufen. Aber einfach mit den beiden Mädels in ihrem Innenhof zu liegen war auch klasse.

Biharamulo

Nach ein paar Tagen ging es weiter nach Bukoba, eine schöne Stadt am Viktoria-See wo wir bei einem anderen Freiwilligen wohnten und noch andere Freiwillige trafen – die sind üüüberall! Wie immer sehr witzig gewesen. Unter anderem wurde ein Schrank verbrannt und Stockbrot und Würstchen gegrillt, sowie ein Mitternachtskuchen gebacken. Leider ist es aufgrund von Bilharziose Gefahr nicht so optimal in Bukoba baden zu gehen, aber der Strand ist trotzdem nett. Nach der Graduation einer befreundeten Tansanierin, wir recht übermüdet und verklatscht aber hochmotiviert als einzige Weiße natürlich eine Attraktion (fremde Schülerinnen und Schüler wollten Photos mit uns machen) ging es endlich los in Richtung Küste. Unserem Reiseziel.

Bukoba-City Abgefahrene Kirche in Bukoba

Nach einem wundervollen Tag im Bus (warm, eng, müde) erreichten wir Dar es Salaam. Diese Stadt hat 2 große Pluspunkte: Sie liegt direkt am Indischen Ozean und sie ist riesig. Lässt die Hauptstadt Rwandas (Kigali) echt im Schatten stehen. Wir hatten schöne Tage mit Baden, dem versuch unter der Woche tanzen zu gehen (selbst in Dar schwierig – aber nicht unmöglich!), einem persönlichen Motorradtaxifahrer (in Kiswaheli Piki Piki) namens Abdul, dem Versuch einen Döner aufzutreiben, Sonnenaufgang am Strand, Markteinkauf und richtigem Touri-Verhalten. Klasse waren die 3Rad Motorradtaxis mit denen wir uns durch die Stadt fahren ließen – wie echte Touris halt!

Dar es Salaam von oben nochmal Dar (Dar es Salaam heißt übrigens: Hafen des Friedens)

Weiter ging es nach Bagamoyo, ein traumhaft schöner Küstenort etwa anderthalb Stunden nördlich von Dar. Da es dort ruhiger und sicherer ist entschieden wir uns für eine Nacht am Strand unterm Sternenzelt, etwas sandig und mückig, aber trotzdem schön. Und da es auch nachts im Badeanzug noch warm genug war fiel das Fehlen von Matte und Schlafsack überhaupt nicht auf. Die kommenden beiden Nächte kamen wir dann auf einem Rastafari-Zeltplatz gegenüber vom Strand unter, wo uns Matratze und Moskitonetz lachten. Nach dem lauten, vollen und anstrengenden Dar es Salaam war Bagamoyo, was übersetzt 'lege dein Herz nieder' heißt, ein echt friedlicher und entspannter Urlaubsort. Er hat viel deutsche Geschichte, so gibt es beispielsweise einen deutschen Friedhof mit Grabinschriften für Kriegsgefallene der Marine in deutscher Sprache. Auch gibt es einen schönen Hafen, eine große Menge Künstler und ihre Produkte (Tingatinga Arts, Schmuck, Trommeln und viele andere Souvenirs), nette Restaurants usw.

Am Strand Nochmal Strand

Nach einigen Tagen ging es weiter nach Tanga um die letzten Urlaubstage auszunutzen. Durch einen glücklichen Zufall bekamen wir die Gelegenheit etwa 15 Minuten von Tanga eine beeindruckende Höhlenlandschaft zu bewundern. Ansonsten waren wir am Strand, der nicht ganz so schön war wie der in Bagamoyo, und in der Stadt unterwegs. Mit freundlichen Typen die wir kennen gelernt hatten ging es auch mal wieder zum Tanzen in den Club der unter der Woche geöffnet war.

Eine lange Busfahrt und ein letzter halber Tag (wir gingen auf den Second Hand Markt, tranken Zuckerrohrsaft, aßen 'sansibarische' Pizza, die hatte tatsächlich wenig mit der Pizza wie wir sie kennen zu tun, was aber trotzdem lecker) und eine Nacht in Dar es Salaam später ging es dann, leider in getrennten Bussen, Richtung Heimat - in meinem Fall Kigali.

 Mir hat die vielfältige Landschaft Tansanias sehr gut gefallen, schon nach einigen Stunden Fahrt, und in Tansania kann mensch im Gegensatz zu Rwanda ewig fahren, sind die Hügel die Rwandas Landschaft prägen verschwunden und die unendliche Weite des typischen 'Afrikas' tritt an ihre Stelle. Auch ist Tansania viel dünner besiedelt, so dass mensch ewig fahren kann ohne Menschen oder gar Dörfer zu sehen. Das war nach der Enge Rwandas, immerhin das am dichtesten besiedelte Land Afrikas, ein interessantes Erlebnis.

so gut sind nicht alle Straßen...

Auf dieser Reise wurden wir begleitet von dem Kalender der falsch zugeordneten Zitate, dem ständigen Verlangen nach Keksen, einem MP3 Player und meinem E Book Reader (die letzten beiden gestalteten auch ewige Busfahrten einigermaßen erträglich.

 

Achja, Photos haben wir eigentlich auch in Mengen gemacht, aber der Kartenleser im Internetcafé meinte leider die Chipkarte formatieren zu müssen statt sie zu lesen. Mit etwas Glück lassen sich die Bilder rekonstruieren, und die von den ersten Tagen sind noch auf einem Laptopn zwischengespeichert. Allerdings steht dieser auch in Tansania. Mit Glück und Geduld bekommt ihr dann irgendwann welche zu sehen. Ich arbeite dran.

Die Bilder die ihr hier findet stammen erstmal von Google ;) Ich habe versucht die Orte zu finden an denen wir waren.

 

 

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